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F. Derungs

06.10.2021

Entwicklungen im Retail – die sechs wichtigsten Faktoren

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Wie entwickeln sich die Retailflächen in den nächsten 5 Jahren? Fabian A. Derungs, Director Retail, ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Als Experte auf diesem Gebiet hat er gesellschaftliche, soziologische und ökonomische Trends analysiert und fasst hier die massgebenden Veränderungen zusammen.

1. Die Pandemie:
Die Wirtschaft verharrt im Vorsichts-Modus, die schnelle Erholung der Reallöhne und der robuste private Konsum stützen jedoch das Retail-Geschäft. Die Digitalisierung begünstigt den Homeoffice-Anteil, welcher sich langfristig voraussichtlich zwischen 0-50% – je nach Branche – einpendeln wird.

2. Shift zum Online-Handel:
Bis 2030 sollen weltweit 40% der Detailhandelsumsätze aus dem online Handel stammen. Zum Vergleich: 2019 waren es noch 16%. Treiber für diesen Wandel sind die hohe online Affinität der Digital Natives sowie der zunehmende Online-Konsum in den Bereichen Home & Living, Sport, Do It & Garten sowie Lebensmittel.

3. Veränderung der Mobilität:
Das Homeoffice bringt kürzere Wege in Beruf und Freizeit mit sich. In den Innenstädten boomt die E-Mobilität, ausserhalb der Zentren bleibt der Individualverkehr dominant. Noch fehlen den Städten gute Konzepte zum Umgang mit Sättigungstendenzen und Konflikten in verdichteten Räumen.

4. Innenstädte und Einkaufszentren:  
Es findet eine Trendumkehr «von der grünen Wiese zurück in die Innenstädte» statt. Ladenflächen in den Zentren werden für den Einzelhandel wieder wichtiger, während Einkaufszentren in der Peripherie an Bedeutung verlieren. Bis 2030 wird eine Umnutzung für ein Viertel der Gesamtfläche von Einkaufszentren und eine Schliessung von 1000 der rund 5500 Ladengschäfte erwartet.

5. Kleine Städte und B-Lagen:
Büro- und Ladenflächen an wenig frequentierten Lagen zu vermieten wird zunehmend schwieriger. Die Chancen verbessern sich, je spezialisierter das Angebot der Händler ist. Zudem kann sich eine Kombination von online Entscheidungshilfe und offline Beratung positiv auf die Frequentierung auswirken.

6. Digitalisierung und Shop-Konzepte:
Beim stationären Handel steht das Kundenerlebnis im Vordergrund. Die Digitalisierung soll die bestehenden Angebote sinnvoll ergänzen. Denkbar sind dabei Funktionen wie beispielsweise Augmented Reality am Point of Sale oder Innovationen in Bezug auf die Logistik und Verfügbarkeit der Produkte.

Der wichtigste Treiber für Veränderungen im stationären Handel – die Digitalisierung – stellt Chance und Risiko zugleich dar. In den nächsten Jahren werden Retailflächen, aufgrund steigender Kosten an guten Lagen, tendenziell kleiner. Kombinierte digitale und stationäre Ladenkonzepte, die den Kund*innen einen tatsächlichen Mehrwert bieten, dafür umso wichtiger.
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